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Marie Brandt (2017)

Forschungsschwerpunkte

Sowohl PET als auch MRT sind in der Medizin fundamentale Bildgebungstechniken. Bei kombinierten Messungen dieser beiden Methoden sind die Scanner der heutigen Generation in der Lage, mit bemerkenswerter Empfindlichkeit sowohl physiologische als auch molekulare Informationen über die untersuchten Strukturen zu liefern.

Die derzeit bereits verfügbaren bimodalen (MR/PET) Small-Molecule-Tracer beinhalten meist eine paramagnetische Metallkomponente, von denen eine wesentlich kleinere Menge zusätzlich mit einem Positronenemitter markiert ist. Die Einführung einer Markierungseinheit verändert jedoch die Grundstruktur des Ursprungsmoleküls, sodass unter Umständen andere biologische Eigenschaften daraus resultieren. Im Forschungszentrum Jülich kann seit einiger Zeit der ß+-Strahler 52gMn dargestellt werden. Mangan(II) wird auch seit längerem aufgrund seiner paramagnetischen Eigenschaften erfolgreich als MRT-Kontrastmittel eingesetzt, sodass eine Direktmarkierung ohne Veränderung der Struktur durch 52gMn möglich wird. Zur Minimierung der Toxizität von Mn(II) müssen jedoch sehr in vivo-stabile Liganden zur Komplexbildung gefunden werden, wovon bislang jedoch nur wenige beschrieben sind. Im Rahmen dieser Dissertation sollen neue Liganden für Mn(II) entwickelt werden und die damit synthetisierten Komplexverbindungen auf ihre Eignung als bimodale Tracer untersucht werden.