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Christian Drerup (2015)

Forschungsschwerpunkte

Das Enzym Stickstoffmonoxid-Synthase (NOS) katalysiert die Bildung von radikalischem Stickstoffmonoxid (NO) aus der Aminosäure L-Arginin. Die vielfältigen physiologischen und pathophysiologischen Wirkungen des NO als Hormon, Neurotransmitter oder Zytostatikum machen es heute zu einem intensivem Forschungsfeld, insbesondere im Hinblick auf das große Potential bei der Entwicklung neuer Pharmaka zur Therapie von kardiovaskulären, neuronalen oder entzündlich-infektiösen Erkrankungen. Der Wirkung von NO werden auch neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben, was bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer, der Parkinson und der Multiplen Sklerose eine wichtige Rolle spielt.

Die Funktion der NOS soll über die molekulare Bildgebung mittels geeigneter NOS-Inhibitoren untersucht werden. Wenn entsprechende radioaktiv markierte Verbindungen zur Verfügung stehen, können Stoffwechselprozesse in der nuklearmedizinischen Diagnostik mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in vivo erfasst werden. Das Ziel dieser Arbeit liegt daher in der Entwicklung 18F-markierter NOS-Inhibitoren als Radiotracer mit hohem spezifischem Bindungsverhalten und geeigneter Hirngängigkeit.